Der lange tiefe Atem (LTA) ist eine grundlegende Atemtechnik im Kundalini Yoga. Sie wirkt zentrierend und hilft zu sich zu kommen und sich ruhig und entspannt zu fühlen aufgrund seiner Wirkung auf das parasympathische Nervensystem. Der lange tiefe Atem massiert außerdem die inneren Organe besser als jede äußere Massage.

Weitere Wirkungen:

  • Reinigung des Blutes
  • Abbau von Giftstoffen und Abfallprodukten des Stoffwechsels
  • Aktivierung der Drüsentätigkeit
  • Stärkung der Intuition, Klarheit und Geduld
  • Anregung der Endorphinbildung, die gegen Depression wirksam sind
  • verleiht dem Gehirn ein höheres Maß an Wachheit und Aufmerksamkeit
  • Regulierung des ph-Wertes, was positive Auswirkungen auf Stresssituationen hat.
  • Stärkung des elektromagnetischen Schutzfeldes des Körpers und der Aura
  • Minderung der Anfälligkeit für äußere Negativität, Unfälle & Krankheiten
  • Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Lebensenergie und Erhöhung des Energieflusses (Prana)
  • löst Blockaden im Energiefluss der Meridiane
  • verändert alte,geistige Konditionierungen
  • hilft bei der Bekämpfung von Süchten
  • Aktivierung der physischen und psychischen Reinigungs- und Selbstheilungskräfte

Ausführung:

Sitze gerade, damit der Energiefluss in der Wirbelsäule nicht beeinträchtigt ist. Wenn es dir möglich ist, atme durch die Nase, um die Energiekanäle, die an den Nasenlöchern enden, auszugleichen. Da eine zu flache und schnelle Atmung Nervosität und innere Unruhe fördert, nutzen wir im LTA die gesamte Lungenkapazität aus. Er beginnt und endet im Bauch, wobei drei Abschnitte zu unterscheiden sind.

  • Bauchatmung/ der untere Atem (Zwerchfellatmung)
  • Brustatmung/ mittlerer Atem (Rippenatmung)
  • Schlüsselbeinatmung/ oberer Atem (Lungenspitzenatmung)

Mit der Einatmung füllt sich als erstes der Bauch und wölbt sich nach außen, gleichzeitig senkt sich das Zwerchfell. Dann folgt die Ausdehnung der Brust, die Luft steigt aus dem Bauch hinauf in die Rippen und diese weiten sich. Als letzte Stufe der Einatmung steigt die Luft weiter Richtung Schlüsselbeine, diese heben sich etwas an und die Lungenspitzen füllen sich.

Die Ausatmung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, genauso bewusst, langsam und vollständig. Mit der Ausatmung entleert sich zuerst der obere Brustbereich und das Brustbein sinkt ab. Weiter gleiten die Rippen zueinander und letztlich erfolgt das Abflachen des Bauches und Einziehen des Nabelpunktes um den letzten Rest der Luft auszustoßen.

Spüre bewusst diese drei Abschnitte des langen, tiefen Atems, indem du zusätzlich die Hände auf den Bauch, seitlich an die Rippen und dein Brustbein legst. Die Belüftung dieser drei Lungenabschnitte geht sowohl bei Ein- als auch Ausatmung fließend ineinander über.

Atme immer in dem Tempo, Rhythmus und Tiefe, in der du dich wohlfühlst, ganz ohne Druck oder Zwang. Höre und achte liebevoll auf deine Lungen und deinen Körper.